Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

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Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

Neue Bilanzrichtlinie bringt Erleichterungen für kleine Gesellschaften

Zwecks Umsetzung einer neuen EU-Bilanzrichtlinie hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz den Entwurf eines Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vorgelegt. Das Gesetz, mit dessen Verabschiedung Anfang 2015 zu rechnen ist, bringt verschiedene Erleichterungen für die Jahresabschluss-Publizität von Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH und GmbH & Co. KG.

Keine Gültigkeit nach vertragswidrigem Verhalten der GmbH

Scheidet ein GmbH-Geschäftsführer aus dem Amt und verlässt die Gesellschaft, drohen dieser Gefahren, wenn der Ex-Chef mit seinem Knowhow zur Konkurrenz geht. Deshalb wird mit ihm häufig ein Wettbewerbsverbot für die Zeit nach seinem Ausscheiden vereinbart. Doch das Verbot verliert seine Verbindlichkeit für den Ex-Chef, wenn die GmbH das Dienstverhältnis kündigt oder sich vertragswidrig verhält (§ 75 HGB).

EU-Kommission entwickelt Optionen für einfacheres System

Die EU-Kommission hat Überlegungen zur Gestaltung eines einfacheren und betrugssichereren Mehrwertsteuersystems für den Binnenmarkt veröffentlicht. Ziel ist die Schaffung eines „endgültigen Mehrwertsteuersystems“, das das seit mehr als 20 Jahren in der EU geltende vorläufige und überholte System ersetzen soll. Das Dokument enthält fünf Optionen für die Gestaltung des künftigen Mehrwertsteuersystems.

Sind Vorauszahlungen als außergewöhnliche Belastung abziehbar?

Machen Sie Aufwendungen geltend, die als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG abgezogen werden können, wirken sich nur die Beträge aus, die über die zumutbare Belastung hinausgehen. Die Höhe (der Prozentsatz) der zumutbaren Eigenbelastung richtet sich nach dem Familienstand und der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Steuerliche Behandlung der Zinsersparnis

Gewährt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Darlehen, sollte darüber ein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen werden. In dem Vertrag sollten Laufzeit, Verzinsung und Tilgung festgehalten werden, damit das Darlehen nicht als Arbeitslohn behandelt werden muss. Ein Darlehen, das der Arbeitgeber zu marktüblichen Bedingungen mit seinem Arbeitnehmer vereinbart, hat keine Auswirkungen auf Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Mehrkosten für ein Grundstück keine außergewöhnlichen Belastung

Wer ein Grundstück erwirbt, um darauf ein Einfamilienhaus für eigene Wohnzwecke zu errichten, erzielt keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Mehrkosten für die Anschaffung eines größeren Grundstücks zum Bau eines behindertengerechten Bungalows gehören zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und können nicht als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden.

Voraussetzungen für die erhöhte Abschreibung

Für Baumaßnahmen in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet oder städtebaulichen Entwicklungsbereich können gemäß § 7 h EStG erhöhte Abschreibungen geltend gemacht werden (acht Jahre bis zu 9% und vier Jahre bis zu 7%). Bemessungsgrundlage sind die Herstellungskosten der begünstigten Baumaßnahme.

Bei einer Zusammenveranlagung von Ehegatten

Steht ein Steuerscheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung können Sie, solange der Vorbehalt der Nachprüfung besteht, eine Änderung des Steuerbescheids beantragen. Bei einer gemeinsamen Steuererklärung von Ehegatten (Zusammenveranlagung) kann jeder Ehegatte einen Antrag stellen, der allerdings nicht für den jeweils anderen Ehegatten gilt. Wollen beide Ehegatten, dass der Steuerbescheid geändert wird, müssen sie gemeinsam einen Antrag auf Änderung des Steuerbescheids stellen.

Aufwendungen steuerlich nicht absetzbar

Aufwendungen für Kleidung sind nur dann als Betriebsausgaben abziehbar, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt. Es spielt keine Rolle, wo die Kleidung gekauft wurde. Der Einkauf in einem Fachgeschäft für Berufskleidung ist also keine Garantie dafür, dass die Aufwendungen steuerlich abgezogen werden können. Es kommt allein darauf an, dass die Kleidung nicht im privaten Alltag getragen werden kann.

Zu Form und Umfang der Aufbewahrungspflichten

Häufig wird die Frage gestellt, in welcher Form elektronisch übersandte Rechnungen aufbewahrt werden müssen. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, ob es für den Vorsteuerabzug ausreicht, wenn die Rechnung ausgedruckt und nur in Papierform aufbewahrt wird.

Wie verbindlich sind die amtlichen AfA-Tabellen?

Für die Abschreibung von Wirtschaftsgütern spielen die amtlichen AfA-Tabellen eine wichtige Rolle. Wer sich daran hält, braucht bei der Betriebsprüfung keinen Ärger zu befürchten. Wer davon abweicht (möglicherweise auch noch zu seinen Gunsten), muss sich bei der Betriebsprüfung auf kritische Nachfragen einstellen – denn je höher die Abschreibung, umso höher der Betriebsausgabenabzug und umso höher die Gewinnschmälerung.

Abgeltungsteuer von 25% auf die Zinserträge

Die Klägerin hatte einer GmbH ein festverzinsliches Darlehen gewährt. An dieser GmbH waren ihre Tochter und ihre Enkelkinder jeweils zu mehr als 10% beteiligt. Die Klägerin beanspruchte für ihre Zinserträge die Besteuerung mit der günstigen Abgeltungsteuer. Der BFH entschied, dass Darlehensgeber und Darlehensnehmer trotz des nahen Verwandtschaftsverhältnisses nicht zwingend einander nahestehende Personen im Sinne von § 32d EStG sind, zumal das Darlehen an die GmbH – nicht also an die Verwandten – gegeben wurde.

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