Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

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Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

Vereinfachung bei ELSTER

Ab sofort gibt es eine deutliche Vereinfachung bei der Elektronischen Steuererklärung ELSTER. Die Zusatzsoftware Java muss nicht mehr verwendet werden, um das ElsterOnline-Portal nutzen zu können. Damit entfällt ein zusätzlicher Schritt bei der Nutzung des Dienstleistungsportals der Steuerverwaltung. In der Vergangenheit ist die auf vielen PCs installierte Zusatzsoftware Java immer wieder aufgrund von Sicherheitsmängeln in die Kritik geraten. Zudem häuften sich technische Probleme bei der Verwendung von Java bei den Anwendern.

Grundzüge der Neuregelung ab 1.1.2014

Der GmbH-Geschäftsführer ist Arbeitnehmer der GmbH. Hinsichtlich der steuerfreien Reisekostenerstattung gelten für ihn die gleichen Möglichkeiten wie für alle übrigen Mitarbeitern der GmbH. Auch ein zu 100 Prozent an einer GmbH beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer kann für beruflich veranlasste Dienstreisen steuerfreien Reisekostenersatz im steuerlich zulässigen Rahmen erhalten.

Keine Versteuerung von nicht gezahlten Vergütungen

Ausschüttungen einer GmbH fließen nach der Rechtsprechung dem beherrschenden Gesellschafter bereits dann zu, wenn sie fällig sind, also unabhängig davon, wann sie ausgezahlt werden und dem Gesellschafter zufließen. Begründung: Der beherrschende Gesellschafter hat es grundsätzlich in der Hand sich geschuldete Beiträge auszahlen zu lassen.

Finanzministerium gibt wichtige Hinweise

Die Zahl der Selbstanzeigen ist aktuell sprunghaft angestiegen und sie stapeln sich derzeit bei den Finanzämtern. Auch die Mehrsteuern aufgrund dieser Selbstanzeigen summieren sich deutlich. Das Finanzministerium Schleswig-Holstein nahm den Anstieg der Selbstanzeigen zum Anlass, um nochmals auf die schwerwiegenden Folgen von Steuerhinterziehung aufmerksam zu machen und Steuersünder aufzufordern, von der Chance, ungestraft in die Legalität zurückzukehren, jetzt Gebrauch zu machen.

Kosten sind voll steuerlich absetzbar

Eine Ehescheidung ist nicht nur schmerzlich, sondern bringt häufig auch erhebliche Kosten mit sich. Die mit einer Ehescheidung zusammenhängenden Gerichts- und Anwaltskosten können nach einer aktuellen Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf nunmehr in vollem Umfang steuerlich geltend gemacht werden (Az. 10 K 2392/12 E). Im entschiedenen Fall hatte der Ex-Ehepartner Gerichts- und Anwaltskosten von über 8.000 Euro für die Ehescheidung aufgewandt. Die Kosten betrafen auch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Versorgungsausgleich, den Zugewinnausgleich und den nachehelichen Unterhalt.

Kritischer Blick lohnt immer

Das Finanzgericht Münster weist mit einem Blick auf die Statistik des abgelaufenen Jahres 2012 darauf hin, dass es in Zeiten eines immer schwerer anzuwendenden Steuerrechts sicherlich klug ist, wenn jeder Steuerzahler seinen Steuerbescheid kritisch prüft. Bleiben Zweifelsfragen offen, können fachkundige und unabhängige Richter mit der Prüfung beauftragt werden. Schließlich soll die Steuerfestsetzung ja mit Gewissheit zutreffend sein. Dies gilt umso mehr, als die Folgen außergerichtlicher Absprachen zur Streitbeilegung – so genannte Deals – oft unterschätzt werden. Der schnellen Lösung folgen vielfach neue Zweifel, etwa ob die Verhandlungsposition tatsächlich so ungünstig oder der Kompromiss nicht doch zu teuer war.

Soll-Vorgaben der Finanzverwaltung

Das Bundesfinanzministerium hat aktuell eine neue Richtsatzsammlung für das Kalenderjahr 2012 veröffentlicht. Sie ist Hilfsmittel und Anhaltspunkt für die Finanzverwaltung, um Umsätze und Gewinne der Gewerbetreibenden zu verproben und bei Fehlen anderer geeigneter Unterlagen zu schätzen. Die Pauschbeträge beruhen auf Erfahrungswerten und bieten Selbstständigen die Möglichkeit, ihre Warenentnahmen monatlich pauschal zu verbuchen anstatt jedes Brötchen einzeln zu erfassen. Die Pauschbeträge entbinden damit von der Pflicht, eine Vielzahl von Einzelentnahmen aufzeichnen zu müssen.

SEPA

Zahlungsverkehr soll einfacher und sicherer für Verbraucher sein

Ab Februar 2014 gelten für alle Überweisungen und Lastschriften die neuen Regelungen des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums, auch SEPA genannt. Im Vergleich zur bisherigen Einzugsermächtigungslastschrift bietet die SEPA-Lastschrift auch einen besseren Schutz für Verbraucher. Auslöser dafür ist, dass die EU 2008 mit SEPA (Single Euro Payments Area) den europaweiten Zahlungsverkehr vereinheitlicht hatte. Denn Zahlungen in und aus dem Ausland waren oft aufwendig. Mitunter gab es wegen der verschiedenen Zahlungssysteme Fehlbuchungen. Zunächst galten die neuen Regelungen nur für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Ab Februar 2014 werden sie für den gesamten unbaren Zahlungsverkehr verpflichtend.

Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung

Gehört auch die Vertrauensperson der Schwerbehinderten zum Bewerberkreis um eine ausgeschriebene Stelle, so ist bei der Entscheidung über die Bewerbung die Schwerbehindertenvertretung nach § 81 Sozialgesetzbuch (SGB) IX zu beteiligen, entschied das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 22. August 2013 (Az. 8 AZR 574/12).

Cash-GmbH

Das Ende eines Gestaltungsmodells

Nach einem lange andauernden Gesetzgebungsverfahren wurde im Juni 2013 ein interessantes schenkungsteuerliches Gestaltungsmodell „begraben“: die Cash-GmbH. Dabei ging es um Folgendes:

Freier Arbeitsplatz im Ausland

Die Verpflichtung des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer zur Vermeidung einer Beendigungskündigung eine Weiterbeschäftigung anzubieten, bezieht sich grundsätzlich nicht auf freie Arbeitsplätze in einem im Ausland gelegenen Betrieb des Arbeitgebers. Der Erste Abschnitt des Kündigungsschutzgesetzes ist gemäß § 23 Abs. 1 KSchG nur auf Betriebe anzuwenden, die in der Bundesrepublik Deutschland liegen. In diesem Sinne muss auch der Betriebsbegriff in § 1 Abs. 2 Satz 1, Satz 2 KSchG verstanden werden, so das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 29. August 2013 (Az. 2 AZR 809/12).

Neue Regeln ab 2014

Ab 1.1.2014 kann die GmbH ihrem Geschäftsführer im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Aufwendungen für die Nutzung der Unterkunft oder Wohnung am Beschäftigungsort bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro im Monat steuerfrei erstatten. Dieser Betrag umfasst alle für die Unterkunft entstehenden Aufwendungen, wie z.B. Kaltmiete zuzüglich der Betriebskosten, Miet- oder Pachtgebühren für Kfz-Stellplätze (auch in Tiefgaragen), Aufwendungen für Sondernutzung (wie Garten), die vom Geschäftsführer selbst getragen werden.

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