Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

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Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

E-Bike

Private Nutzung wie bei Dienstwagen zu versteuern

Rückwirkend für 2012 werden Dienst-Fahrräder steuerlich wie Dienst-Pkws behandelt. Stellen Unternehmen ihren Mitarbeitern ein E-Bike zur Verfügung, das auch privat genutzt werden darf, so muss der Mitarbeiter ein Prozent des Bruttolistenpreises monatlich als geldwerten Vorteil versteuern.

Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung?

Erforderlich ist ein besonders leichtfertiges oder gar vorsätzliches Verhalten des Arbeitnehmers, damit der Lohnfortzahlungsanspruch nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (ETZG) entfällt. Danach rechtfertig etwa bei einem Sturz während der Arbeit das Tragen leichter Stoffschuhe in aller Regel keine Versagung der Entgeltfortzahlung, entschied das Landesarbeitsgericht Köln am 19. April 2013 (Az. Sa 1204/11).

Auch bei Vertragsübernahme bei Mieterwechsel unerlässlich

Erfolgt ein Mieterwechsel, muss die Vereinbarung zwischen Vor- und Nachmieter eine hinreichend deutliche Bezugnahme auf den Mietvertrag enthalten, und dazu sollte die Schriftform gewahrt bleiben. Das entschied jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) mit seinem Urteil vom 30. Januar 2013 (Az. XII ZR 38/12).

Entfernungspauschale auch ohne eigenen Aufwand

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat für Berufspendler erfreulicherweise entschieden, dass die Entfernungspauschale für eine wöchentliche Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung auch dann in Anspruch genommen werden kann, wenn der Arbeitnehmer für die Fahrt keine Kosten hatte.

Was die Finanzverwaltung denkt

Die Finanzverwaltung lehnt weiterhin die Zertifizierung von elektronischen Fahrtenbuch-Programmen ab.

Aufwand kann Werbungskosten sein

Maklerkosten, die im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Hauses anfallen, können Werbungskosten bei Vermietungseinkünften sein, die der Steuerpflichtige aus anderen Objekten erzielt. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden (10 K 3103/10 E).

Wann haftet der Geschäftsführer persönlich?

Für den GmbH-Geschäftsführer stellt sich nach Eingang einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung die Frage, ob und inwieweit er überhaupt für das Handeln der Gesellschaft verantwortlich gemacht werden kann. Hierbei spielt die Unternehmensgröße eine wesentliche Rolle. Bei einer Ein-Mann-GmbH oder einer GmbH, die nur wenige Personen beschäftigt und in der der Geschäftsführer die wichtigsten Entscheidungen selbst trifft, zum Beispiel auch Werbung selbst gestaltet, ist eine Haftungsfreistellung nahezu unmöglich.

Beschränkte Abzugsfähigkeit verfassungsrechtlich bedenklich

Ein weiteres Mal hat ein Finanzgericht verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Steuervorschrift angemeldet. Diesmal geht es um die sog. Zinsschranke (§ 4h EStG), die für Gewerbebetriebe den Betriebsausgabenabzug von Zinsaufwendungen nur bis zur Höhe der betrieblichen Zinserträge unbeschränkt zulässt. Zinsaufwendungen, welche die betrieblichen Zinserträge übersteigen, können grundsätzlich nur noch bis zur Höhe von 30 Prozent des steuerlichen Gewinns vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Umweg durch die Innenstadt zur Vermeidung der Bahnschranke ist ungünstiger

Führt die kürzeste Straßenverbindung zur Arbeitsstelle über einen beschrankten Bahnübergang, an dem die Wartezeit an der geschlossenen Schranke schwer vorherzusehen und einzuplanen ist, so ist eine um drei Kilometer längere Strecke offensichtlich verkehrsgünstiger, wenn die den beschränkten Bahnübergang umgeht, meint das Sächsische Finanzgericht in einem Urteil vom November 2012 (Az. 6 K 204/12).

Schuldzinsen als Werbungskosten abziehbar

Mit einem viel beachteten Urteil aus 2012 (IX R 67/10) hatte der Bundesfinanzhof (BFH) aus Sicht der Hausbesitzer erfreulicherweise entschieden: Schuldzinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Finanzierung von Anschaffungskosten einer zur Vermietung bestimmten Immobilie aufgenommen wurde, können grundsätzlich auch dann noch als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden, wenn das Gebäude veräußert wird, der Veräußerungserlös aber nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen.

Kein Entnahmegewinn bei Aufgabe der betrieblichen Nutzung?

Bei Einzelunternehmen kommt es häufig vor, dass auf einem Grundstück, das beiden Ehegatten gehört, ein Betriebsgebäude für das Einzelunternehmen errichtet wird. Damit wird das Grundstück Betriebsvermögen des Einzelunternehmens. Wenn die betriebliche Nutzung dann Jahre oder Jahrzehnte später beendet wird, entstand häufig Streit mit der Finanzverwaltung: Diese berechnete den Entnahmegewinn auf das gesamte Grundstück, also auch auf den Anteil des Ehepartners. Hier hat der BFH nun endlich Klarheit geschaffen.

Freigrenze von 110 Euro ist überholt

Seit dem Jahr 2002 gilt die Freigrenze für Betriebsveranstaltungen von 110 Euro je Mitarbeiter. Seitdem sind die Lebenshaltungskosten um fast 20 Prozent gestiegen.Wenn man der Inflationsrate Rechnung tragen wollte, so müsste die Freigrenze kräftig nach oben korrigiert werden.

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