Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

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Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

Solardach

Finanzspritze vom Fiskus

Die voraussichtlichen Kosten für die geplante Solaranlage auf dem privaten Hausdach oder neben dem Eigenheim lassen sich vorab über einen Investitionsabzugsbetrag zu 40 Prozent von der Steuer absetzen, wenn der Einbau voraussichtlich in den nächsten drei Jahren geplant ist. Dabei darf der Fiskus nach dem jetzt vom Bundesfinanzhof veröffentlichten Urteil nicht mehr fordern, dass die Anlage schon verbindlich bestellt ist. Die Richter lassen den Steuerabzug im Voraus nämlich auch ohne konkreten Auftrag zu (Az.: X R 42/11).

Korrekter Steuernachweis

Für die Anrechnung von Körperschaftsteuer auf Auslandsdividenden ist es nicht ausreichend, wenn eine Bank diesen Betrag lediglich aus dem Körperschaftsteuersatz ableitet und bescheinigt. Denn hieraus ergibt sich nicht, dass die Abgabe von der Auslands-AG auch tatsächlich entrichtet wurde. Dies entschied das Finanzgericht Köln in einem aktuell verkündeten Urteil (Az. 2 K 2241/02) und wies die Klage eines Aktionärs mangels entsprechender Nachweise ab.

Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2013

Will sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer für 2013 ein Weihnachtsgeld (oder ein Urlaubsgeld) erstmals genehmigen oder ein solches erhöhen, sollte er dies mit zustimmendem Gesellschafterbeschluss noch im Dezember 2012 vereinbaren, damit die Zahlung im Jahr 2013 in voller Höhe von der GmbH als Betriebsausgabe abgesetzt werden kann. Wird das Urlaubsgeld z.B. erst Ende Mai 2013 vereinbart, werden nur 7/12 der späteren Zahlung als Betriebsausgabe anerkannt. Entsprechendes gilt für das Weihnachtsgeld. Der Grund: Nach Auffassung der Finanzrechtsprechung sind Weihnachts- und Urlaubsgeld Gehaltsextras, die während des ganzen Kalenderjahrs erdient werden müssen.

Abwarten spart Steuern

Privatanleger, die angesichts des derzeitigen Höhenflugs beim Goldpreis eingefahrene Gewinne realisieren wollen und ihre Goldbarren oder -münzen noch bis zum Jahresende verkaufen möchten, sollten zunächst genau den Kalender betrachten und durchrechnen. Liegen zwischen Kauf- und Verkaufsorder noch keine zwölf Monate, dann greift der Fiskus auf das Plus zu und der Gewinn unterliegt der Einkommensteuer, je nach der individuellen Progression bis zu 45 Prozent.

Kosten sind auch nach Verkauf von der Steuer absetzbar

Schuldzinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Kauffinanzierung einer Mietimmobilie aufgenommen wurde, können grundsätzlich auch dann noch als nachträgliche Werbungskosten bei den Mieteinkünften abgezogen werden, wenn das Gebäude veräußert wird, der dabei erzielte Erlös aber nicht zur Tilgung des noch bestehenden Kredits ausreicht. Das hat der Bundesfinanzhof in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden und damit Ex-Hausbesitzern die Aussicht auf neues Steuersparpotenzial beschert (Az. IX R 67/10).

Zulässige Fragen an den Kandidaten


Der Arbeitgeber darf den Stellenbewerber grundsätzlich nicht nach eingestellten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren fragen. Verneint der Bewerber in Wahrnehmung seines informationellen Selbstbestimmungsrechts wahrheitswidrig eine solche unzulässige Frage, darf der Arbeitgeber das zwischenzeitlich begründete Arbeitsverhältnis nicht wegen dieser wahrheitswidrig erteilten Auskunft kündigen, urteilte das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 15. November 2012 (Az. 6 AZR 339/11).

Gehaltsverzicht für 2013 mit Besserungsklausel

Gehaltsverzichte von Gesellschafter-Geschäftsführern (GGF) können erheblich zur wirtschaftlichen Gesundung der GmbH beitragen und bieten sich in der Praxis vor allem bei inhabergeführten mittelständischen Familienunternehmen an. Hier stehen zwei Gestaltungsinstrumente zur Verfügung:

Mehr Steuerentlastung für Sparer?

Der geringe Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr und Anleger sollte auf 3.000 Euro angehoben werden, forderte jetzt der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) auf seinem Steuerberatertag 2012 in Hamburg und setzt sich für eine bessere steuerliche Behandlung von Sparern ein. Anlass hierfür sind jüngste Untersuchungen, wonach die Deutschen immer weniger für ihre Altersversorgung zurücklegen. Argumente für eine steigende Pauschale sind insbesondere die andauernden Niedrigzinsen im Euro-Raum, die gestiegenen Verlustrisiken selbst bei einstmals sicheren Staatsanleihen und die sich anbahnenden Inflationsängste. Diese wirtschaftlichen Probleme gefährden auch die Existenz von Vorsorgeplänen in ihrem Bestand, daher darf die Politik angesichts dieser Unsicherheit nicht länger tatenlos zuschauen, warnt der Verband.

Arbeitgeber darf ab dem ersten Tag ein Attest verlangen


Schon ab dem ersten Krankheitstag darf der Arbeitgeber von dem erkrankten Arbeitnehmer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach § 5 Abs. 1 Satz 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) verlangen. Dieses Recht steht in seinem freien Ermessen, entschied das Bundesarbeitsgericht am 14. November 2012 (Az. 5 AZR 886/11.)

Bei Umstellung droht Steuernachteil

Wer seine vor 2012 abgeschlossene Kapitallebensversicherungen jetzt auf Unisex-Tarife umstellt, weil die Beiträge dann künftig wie etwa bei Männern sinken, riskiert damit einen Steuernachteil. Denn bei der privaten und betrieblichen Altersversorgung ist das Mindestrentenalter vom 60. auf das 62. Lebensjahr angestiegen, sofern der Vertrag ab 2012 abgeschlossen wird.

Rentner

Im Visier des Fiskus

Die Finanzämter überprüfen in den erbleibenden Wochen des alten Jahres 2012 die Einkünfte von Rentnern, die bislang keine Steuererklärungen für die Jahre 2005 bis 2010 abgegeben haben. Dies hatte nämlich Mitte Oktober das Finanzministerium Niedersachsen angedroht. Auf Grundlage der elektronisch übermittelten Rentenbezugsmitteilungen und weiterer elektronischer Daten wurden jetzt maschinell die benötigten Informationen ermittelt, in welchen Fällen voraussichtlich eine Steuererklärung abzugeben ist.

Auch bei Alt-Anleihen steuerpflichtig

Auch Stückzinsen aus vor 2009 gekauften festverzinslichen Wertpapieren sind zu versteuern. Das hat das Finanzgericht Münster in einem gerade erst veröffentlichten Urteil (Az. 2 K 3644/10 E) entschieden, das mit Blick auf eine erhebliche Zahl gleichgelagerter Einspruchsverfahren, eine weitreichende Breitenwirkung haben dürfte. Nach Ansicht der Richter folgt aus dem Sinn und Zweck sowie der Entstehungsgeschichte der Regelung zum Bestandschutz für bis 2008 georderte Papiere, dass Stückzinsen aus Alt-Anleihen hiervon auszunehmen sind und daher der Abgeltungsteuer unterliegen.

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