Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

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Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

Keine Gebühr für Bescheinigung

Handwerkerkosten dürfen bis maximal 1200 Euro von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden. Hierbei spielt keine Rolle, ob die Arbeiten fachmännische Kenntnisse erfordern oder nicht. Allerdings fördert der Fiskus nicht alles, was in Rechnung gestellt wird.

Keine Bewirtung auf Kosten des Arbeitgebers


Das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hat entschieden, dass Arbeitgeber nicht verpflichtet sind, die Kosten der Bewirtung von Teilnehmern einer Betriebsversammlung zu übernehmen, Beschluss vom 20. September 2012, (Az. 4 TaBV 58/11).

BFH gesteht längere Fristen für Reinvestitionen zu

Scheidet ein Wirtschaftsgut aufgrund höherer Gewalt (z.B. Blitzschlag, Brand) oder zur Vermeidung eines behördlichen Eingriffs aus dem Betriebsvermögen aus, ist die Entschädigungssumme meist erheblich höher als der Buchwert des Wirtschaftsguts. Da sich die Ausbuchung des Buchwerts Gewinn mindernd auswirkt, die Entschädigung (zum Beispiel Versicherungsleistung) dagegen Gewinn erhöhend, käme es zu einer Auflösung stiller Reserven – gäbe es im Steuerrecht nicht die sog. Rücklage für Ersatzbeschaffung. Diese ermöglicht es, in Höhe der aufgelösten stillen Reserven eine steuerfreie Rücklage in der Bilanz zu bilden. Voraussetzung ist, dass eine Ersatzbeschaffung ernstlich geplant und zu erwarten ist.

Steuerliches Arbeitszimmer für die Solaranlage

Eigentümer eines Eigenheims oder Mehrfamilienhauses können ein Arbeitszimmer steuermindernd als Betriebsausgaben absetzen, wenn sie auf dem Dach oder am Gebäude eine Photovoltaikanlagen installiert haben und den selbst erzeugten Strom selbst verbrauchen. Nach der aktuellen Verfügung von der Oberfinanzdirektion (OFD) Rheinland ist der Kostenabzug nämlich grundsätzlich immer dann erlaubt, wenn dem Betreiber für die Verwaltungstätigkeiten rund um die Photovoltaikanlage kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (Az. S 2130 – 2011/0003 – St 142).

Kündigung des Schuldbeitritts zulässig nach Abberufung aus dem Geschäftsführeramt?

Die Bestellung zum Geschäftsführer einer GmbH wird bisweilen davon abhängig gemacht, dass er sich an der Finanzierung der Gesellschaft beteiligt (z.B. mit einem Darlehen) oder die Mithaftung gegenüber einzelnen Gläubigern im Wege des Schuldbeitritts übernimmt. Kann in einem solchen Fall der Geschäftsführer nach seiner Abberufung aus dem Amt eine übernommene Mithaftung unter Hinweis auf seine Abberufung aufkündigen? Mit dieser Frage musste sich der BGH in einem Urteil vom 20.7.2011 befassen.

Übertragung einer Direktversicherung


Hat der Arbeitgeber zum Zwecke der betrieblichen Altersversorgung eine Direktversicherung abgeschlossen und dem Arbeitnehmer ein bis zum Ablauf der gesetzlichen Unverfallbarkeitsfrist widerrufliches Bezugsrecht eingeräumt, steht dem Arbeitnehmer in der Insolvenz des Arbeitgebers kein Aussonderungsrecht nach § 47 Insolvenzordnung (InsO) an der Versicherung zu, wenn der Insolvenzverwalter das Bezugsrecht wirksam widerrufen hat, entschied das Bundesarbeitsgericht am 18. September 2012 (Az. 3 AZR 176/10).

Auflösung der stillen Reserven oder Buchwertfortführung?

Wer sein Einzelunternehmen in eine GmbH einbringen will, kann schnell Fehler machen, die hohe Steuerzahlungen nach sich ziehen. Hier ein Beispiel aus der aktuellen Rechtsprechung:

Fiskus lässt Hypothek bei säumigen Steuerpflichtigen eintragen

Beantragt das Finanzamt den Eintrag einer Sicherungshypothek im Grundbuch eines Steuerpflichtigen wegen privater oder betrieblicher Steuerrückstände, weil die sonstigen Versuche zur Eintreibung der Steuern nicht erfolgreich waren, darf das Grundbuchamt höchstens noch prüfen, ob der Antrag des Fiskus korrekt ist und die formalen Bedingungen für einen Eintrag im Grundbuch erfüllt sind. Mehr aber auch nicht, denn nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein handelt es sich dabei um ein offizielles Ersuchen nach der Grundbuchordnung. Hierfür trägt allein das Finanzamt die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit des Antrags (Az. 2 W 261/10).

Zahlung des Golfclubbeitrags eines Kommanditisten als Betriebsausgabe?

Manche Unternehmen begrüßen es, wenn ihre leitenden Mitarbeiter Mitglied im örtlichen Golfclub sind. Dort können sie neue Geschäftsbeziehungen herstellen und damit den Unternehmenszweck fördern. Aus diesem Grund sind die Unternehmen gern bereit, den Mitgliedsbeitrag zu übernehmen, um ihn sodann als Betriebsausgabe abzusetzen. So war es auch in einem Fall, den das Finanzgericht (FG) Köln zu entscheiden hatte.

Günstige Steuerregeln auch bei privatem Verbrauch

Wird eine Photovoltaikanlage beim Hausbau gleich mit eingeplant oder nachträglich installiert, senkt das nicht nur die Energiekosten und schont die Umwelt. Auch steuerlich kann sich das lohnen, denn die Regeln bei der Einkommensteuer verbessern sich laufend.

Anreisekosten per Flugzeug werden nicht grundsätzlich erstattet


Reist ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch mit dem Flugzeug an, kann er grundsätzlich nicht vom potenziellen Arbeitgeber die Erstattung der Flugkosten verlangen, entschied das Arbeitsgericht Düsseldorf mit Urteil vom 15. Mai. 2012, (Az. 2 Ca 2404/12).

Auf den Geburtstag achten

An Silvester 2012 läuft die Übergangsfrist zur Umstellung von Altersvorsorgeverträgen auf den Beginn der Auszahlung einer Rente erstmalig ab dem 62. Geburtstag ab. Das Bundeszentralamt für Steuern weist jetzt darauf hin, dass entsprechend geänderte Versicherungsverträge bis Ende Oktober der Zertifizierungsstelle vorliegen sollten. Damit kann sichergestellt werden, dass eine offizielle amtliche Bestätigung noch rechtzeitig bis zum Jahresende erfolgen kann. Diese Zustimmung ist wiederum Voraussetzung für die staatliche Förderung über Zuschläge und steuerliche Förderung.

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