Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet... mehr erfahren »
Fenster schließen
Steuertipps und Urteile

In unserem Blog finden Sie aktuelle Beiträge zu privaten Steuern, dem GmbH-Recht und Tipps, wie GmbH-Geschäftsführer Einsparungen vornehmen können. Diese Fachtexte werden verständlich aufbereitet und mit aktuellen Fallbeispielen erklärt.

Nachträgliche Anschaffungskosten durch Ablösung des Nießbrauchs?

Bei der Übertragung von GmbH-Anteilen im Wege der vorweggenommene Erbfolge werden nicht selten Nießbrauchsrechte zugunsten des Schenkers vorbehalten. Will der Beschenkte die Anteile später veräußern, ist der Nießbrauch allerdings hinderlich. Verzichtet deshalb der frühere Anteilsinhaber gegen Entgelt auf sein Nießbrauchsrecht, stellt sich die Frage, wie diese Zahlung des Beschenkten steuerlich zu behandeln ist, insbesondere, ob sie zu nachträglichen Anschaffungskosten auf die Beteiligung führt. Die Beurteilung als nachträgliche Anschaffungskosten würde einen Veräußerungsgewinn durch den Verkauf der Anteile mitunter deutlich reduzieren.

Bei Liebhaberei kein Betriebsausgabenabzug

Mit einem Oldtimer als Dienstwagen könnten Gesellschafter-Geschäftsführer „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“: Sie könnten ihr Hobby durch die Einschaltung der GmbH „von der Steuer absetzen“. Und über die 1%-Regel für die Privatnutzung könnten sie von dem ursprünglich niedrigen Bruttolistenpreis für dieses Fahrzeug profitieren. Inzwischen soll es mehrere Anbieter am Markt geben, die diese Steuervorteile werbemäßig in den Vordergrund stellen, um ihren Oldtimer-Umsatz zu beleben. Ob diese Rechnung allerdings für den Gesellschafter-Geschäftsführer und seine GmbH aufgeht, muss nach einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Baden-Württemberg bezweifelt werden.

Familien

Frohe Steuerbotschaften für 2012

In 2012 gelten die gleichen Steuersätze für die Einkommen- und Abgeltungsteuer wie in 2011, und der Grundfreibetrag liegt weiterhin bei 8.004 Euro pro Person; ab diesem Betrag sind Alleinstehende verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn sie keine Arbeitnehmereinkünfte beziehen (§ 56 Nr. 2a EStDV). Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent greift unverändert ab einem zu versteuernden Einkommen von 52.882 Euro, und die Reichensteuer mit 45 Prozent wird auf das Einkommen oberhalb von 250.730 Euro angewendet.

Keine Änderungen bei nachträglich vorgelegten Anlegerverlusten

Ist die einmonatige Rechtsbehelfsfrist abgelaufen, wird ein Steuerbescheid bestandskräftig und der Einspruch beim Finanzamt unzulässig. Änderungen sind dann nur noch sehr eingeschränkt auf Grund gesetzlicher Sonderregelungen möglich, wenn Steuerzahler beispielsweise auf das Vorliegen von neuen Tatsachen verweisen können. Dieser Hinweis greift, wenn Belege oder Sachverhalte nachgereicht wurden, die bei Erstellung der Steuererklärung noch nicht bekannt waren. Sollte sich das zugunsten von Steuerzahlern auswirken, muss dem Finanzamt aber nachgewiesen werden, dass kein eigenes grobes Verschulden vorliegt; anderenfalls akzeptiert das Finanzamt den Kostenabzug oder die Reduzierung der Einnahmen nicht mehr.

Höhere Werbungskosten für den Weg zur Arbeit


Arbeitnehmer können jetzt mehr Werbungskosten absetzen, wenn sie sich von der Wohnung aus auf den Weg in Einsatzgebiete an verschiedenen Orten aufmachen müssen. Denn unter Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit drei Grundsatzurteilen entschieden, dass ein Berufstätiger nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte haben kann, unter Umständen auch gar keine (Az. VI R 55/10, VI R 36/10 und VI R 58/09).

Aktuelles zu Tantiemen, betrieblicher Altersversorgung und Dienstwagenüberlassung

Nach der aktuellen BBE-Studie erhalten 73% aller GmbH-Geschäftsführer eine zusätzliche erfolgsabhängige Vergütung. Bemessungsgrundlage für die Höhe der Tantieme ist ganz überwiegend der Gewinn vor Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer.

Voraussetzungen für eine personelle Verflechtung zwischen Betriebs-GmbH und Besitz-GbR

Um Grundstücke aus der Haftungsmasse einer GmbH herauszulassen, werden sie häufig nur an die GmbH vermietet. Doch in diesem Fall droht eine Betriebsaufspaltung mit der Folge, dass das Mietentgelt beim Vermieter zu dessen gewerblichen Einkünften rechnet und die Immobilie selbst zu seinem Betriebsvermögen. Neben die Nutzungsüberlassung der Immobilie (= sachliche Verflechtung) muss allerdings eine personelle Verflechtung zwischen Besitz- und Betriebsunternehmen treten, d.h. der Vermieter muss sowohl im Besitz- als auch im Betriebsunternehmen seinen Willen durchsetzen können. Gerade dies ist aber häufig zweifelhaft, wenn das Besitzunternehmen als Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisiert ist.

Aktuelle Gehaltsstrukturuntersuchung für die Vereinbarung einer steuersicheren Vergütung

Welches Gehalt eines Gesellschafter-Geschäftsführers ist steuerlich noch angemessen? Diese Frage bewegt viele Geschäftsführer mit Gesellschafterstatus – nicht nur bei anstehenden Gehaltsverhandlungen mit der Gesellschaft, sondern auch im Rahmen von Betriebsprüfungen. Denn immerhin kann über das Gehalt als Betriebsausgabe die Belastung der Gesellschaft mit Körperschaft- und Gewerbesteuer verringert werden. Liegt die Vergütung allerdings über dem, was fremdüblich ist, wird der Betriebsprüfer den unangemessen (überhöhten) Teil als verdeckte Gewinnausschüttung behandeln und von der Gesellschaft Steuern nachfordern.
Aufwendungen der GmbH als verdeckte Gewinnausschüttungen

Besteht eine GmbH fünf Jahre oder ein Mehrfaches davon, wird häufig eine Jubiläumsfeier veranstaltet. Feiert der Geschäftsführer zeitgleich auch noch einen runden Geburtstag, bietet es sich an, beide Anlässe zusammen zu feiern und die damit verbundenen Kosten aus der Gesellschaftskasse zu zahlen.

Folgen eines Pensionsverzichts bei noch nicht eingetretener Unverfallbarkeit

Im Zusammenhang mit der Veräußerung von GmbH-Anteilen durch einen Gesellschafter-Geschäftsführer verzichtet dieser häufig auf die ihm von der Gesellschaft zugesagte Pension. Der Grund: Der Erwerber der Anteile ist in der Regel nicht bereit, das nicht absehbare Risiko der künftigen Pensionszahlungen an den Veräußerer zu übernehmen.
Die Folgen eines solchen Pensionsverzichts für die GmbH fallen sehr unterschiedlich aus, je nachdem, ob der Pensionsanspruch des Veräußerers schon unverfallbar war oder nicht. Die Konsequenzen bei noch nicht eingetretener Unverfallbarkeit hat der BFH in seinem Urteil vom 8.6.2011 aufgezeigt.

Vorjahresverluste mindern die Bemessungsgrundlage

Aktuelle Gehaltsstrukturuntersuchungen belegen, dass GmbH-Geschäftsführer – ganz gleich, ob sie gleichzeitig Gesellschafter sind oder nicht – in der Praxis immer häufiger neben ihrem Festgehalt eine variable Vergütung in Form einer Tantieme beziehen. Handelt es sich dabei um eine vom Gewinn abhängige Tantieme, stellt sich die Frage, ob Verlustvorträge die Bemessungsgrundlage für die Tantieme mindern.

Welche Änderungen zu beachten sind


Bürger haben bei ihrer Steuererklärung 2011 Änderungen zu beachten. So werden höhere Werbungskosten automatisch anerkannt: Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wurde von 920 auf 1.000 Euro erhöht. Bis zu dieser Grenze werden Werbungskosten wie etwa Fahrtkosten, Fachliteratur, Kontoführungsgebühren oder Bewerbungskosten pauschal berücksichtigt.

1 von 2