Steuern privat

Abzug unterschlagener Beträge als Werbungskosten

Wer einem betrügerischen Grundstücksmakler Bargeld übergibt, damit er damit den Kaufpreis für ein bebautes Grundstück bezahlt, der kann diesen Verlust bei den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung abziehen (BFH, Urteil vom 9.5.2017, Az. IX R 24/16). Voraussetzung ist allerdings, dass er im Zeitpunkt der Geldzahlung entschlossen war, das Grundstück zu vermieten.
Abzug der Aufwendungen als dauernde Last

Lebenslange und wiederkehrende Versorgungsleistungen, die auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhen und nicht mit Einkünften in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, können gemäß § 10 Abs. 1a Nr. 2 EStG als Sonderausgaben abgezogen werden.
Berechnung der Zehnjahresfrist bei Grundstücken

Wenn jemand ein Grundstück innerhalb von zehn Jahren kauft und wieder verkauft, muss er den Veräußerungsgewinn gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG versteuern. Die Frist von zehn Jahren gilt für unbebaute und bebaute Grundstücke, Wohnungseigentum und für grundstücksgleiche Rechte, wie z.B. Erbbaurechte, Mineralgewinnungsrechte.
Besonderheiten bei selbstgenutztem Wohnungseigentum

Die Veräußerung des selbstgenutzten Wohneigentums wird nicht versteuert, wenn eine der beiden im Folgenden genannten Varianten zutrifft.