Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren

Anträge müssen bis spätestens 30.1.2018 beim Finanzamt gestellt werden

Um den Lohnsteuerabzug im Jahr 2018 zu reduzieren, muss der Arbeitnehmer seine antragsabhängigen Freibeträge im Lohnsteuerabzugsverfahren 2018 geltend machen. Dazu muss er einen entsprechenden Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag stellen. Der Antrag muss bis spätestens 30.1.2018 beim Finanzamt gestellt werden.

Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge, die bereits in der ELStAM-Datenbank gespeichert und über den 31.12.2017 hinaus gültig sind, werden automatisch berücksichtigt.

Der Vordruck „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ besteht aus folgenden Teilen:

–    Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2018 (Hauptvordruck),

–    Anlage Werbungskosten,

–    Anlage Kinder,

–    Anlage Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen,

–    Anleitung zum Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung.

Der Arbeitnehmer muss daher neben dem Hauptvordruck nur die Anlagen ausfüllen, die er für seinen Antrag benötigt.

Arbeitnehmer können den Freibetrag für einen Zeitraum von längstens zwei Kalenderjahren bei ihrem Wohnsitzfinanzamt beantragen. Wer bereits für 2017 einen Freibetrag beantragt hat, kann sich für identische Sachverhalte den erneuten Antrag beim Finanzamt sparen. Im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren 2018 neu eingetragene Freibeträge gelten mit Wirkung ab dem 1.1.2018 und dann längstens bis Ende 2019.

In Zeile 20 des Hauptvordrucks ist dazu das Feld „Ich beantrage, den Freibetrag bis zum 31.12.2019 zu berücksichtigen.“ vorgesehen. Es ist auch möglich, den Freibetrag nur für ein Jahr zu beantragen oder einen beantragten Freibetrag später wieder zu ändern. Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag, der auf die Monate nach der Antragsstellung verteilt wird. Wird der Antrag im Januar 2018 gestellt, gilt der Freibetrag rückwirkend ab 1.1.2018.

Sämtliche Änderungen an den Lohnsteuerabzugsmerkmalen sowie erstmals zu berücksichtigende Freibeträge werden in der ELStAM-Datenbank erfasst. Ein Ausdruck der ELStAM wird dem Arbeitnehmer vom Finanzamt nur auf ausdrücklichen Antrag ausgehändigt.

Die Eintragung eines Freibetrags im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren hat zur Folge, dass der Arbeitnehmer grundsätzlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist. Hat das Finanzamt lediglich den Behindertenpauschbetrag und/oder den Hinterbliebenenpauschbetrag eingetragen, besteht wegen des eingetragenen Freibetrags allein keine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung.

Faktorverfahren: Der derzeit jährlich erforderliche Antrag auf Berücksichtigung der Steuerklasse IV in Verbindung mit einem Faktor ist mit dem Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern zu stellen. Sofern bei der Berechnung des Faktors ein Freibetrag berücksichtigt werden soll, ist zusätzlich der entsprechende Abschnitt/die Anlage des Antrags auf Lohnsteuerermäßigung auszufüllen.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.