Dienstreise

Verpflegung während einer Beförderung auf einer beruflichen Fahrt

Zu den Mahlzeiten, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern kostenlos zur Verfügung stellen kann, gehören auch die Mahlzeiten, die unentgeltlich bei einer Beförderung mit dem Flugzeug, dem Schiff oder der Bahn angeboten werden, also im Beförderungspreis enthalten sind. Eine Kürzung der steuerlichen Verpflegungspauschale erfolgt aber nur, wenn es sich bei der Mahlzeit um ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen handelt.

Bei einem Snack, der als Mahlzeit einzustufen und zu allen Tageszeiten gleich ist, entscheidet nur der Zeitpunkt, zu dem das Essen verzehrt wird, darüber, ob es sich um ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen handelt, das mit 4,80 € oder mit 9,60 € angerechnet wird. Kaffee und Kuchen am Nachmittag gehören nicht dazu, sodass eine Kürzung der Verpflegungspauschale nicht erfolgt. Auch die kleinen Tüten mit Chips, Salzgebäck, Schokowaffeln, Müsliriegel oder vergleichbare andere Knabbereien, die z.B. auf innerdeutschen Flügen oder Kurzstreckenflügen gereicht werden, erfüllen nicht die Kriterien für eine Mahlzeit, sodass auch hier eine Kürzung unterbleibt.

Beispiel:

Nach einem Geschäftsessen mit einem Geschäftspartner fliegt GmbH-Geschäftsführer A um 14 Uhr von München nach Berlin. Da er nachweisen kann, dass er bereits ein Mittagessen zu sich genommen hat, kann ihm der Snack, der im Beförderungspreis enthalten ist, nicht als Mittagessen zugerechnet werden.

Tipp: Letztlich muss der Arbeitgeber beurteilen, ob und in-wieweit die angebotenen Speisen nach ihrem jeweiligen Umfang und der Tageszeit tatsächlich an die Stelle einer Mahlzeit (Frühstück, Mittag- oder Abendessen) treten. Fliegt der Arbeitnehmer zu einer Zeit, zu der es kein Frühstück, Mittag- oder Abendessen gibt, z.B. am Nachmittag zwischen 15 Uhr und 17 Uhr, ist der Snack nicht als geldwerter Vorteil zu versteuern und die Pauschale nicht zu kürzen.

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