Abgeltungsteuer

Wann Kapitaleinkünfte in die Steuererklärung einbezogen werden sollten

Bei Einkünften aus Kapitalvermögen ist mit dem Abzug der 25%igen Abgeltungsteuer die Besteuerung abgeschlossen. Allerdings kann der Bezieher von Kapitaleinkünften sein Wahlrecht nutzen und die Kapitaleinkünfte in seine Steuererklärung einbeziehen. Das Finanzamt prüft dann, was für ihn vorteilhafter ist (= Günstigerprüfung).

-           Liegt der persönliche Steuersatz unter 25% bzw. führt die Anrechnung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer zu einem besseren Ergebnis, dann werden die Kapitaleinkünfte in die Steuerfestsetzung einbezogen.

-           Ist die Einbeziehung in die Steuererklärung ungünstiger, werden die Kapitaleinkünfte nicht einbezogen, sodass mit dem Einbehalt der Abgeltungsteuer die Besteuerung definitiv abgeschlossen ist.

Tipp: Werden die Kapitaleinkünfte nicht in die Steuererklärung einbezogen, sollte auch kein Antrag auf Günstigerprüfung gestellt werden. Der Antrag kann aber bis zur Bestandskraft des Steuerbescheids nachgeholt werden, z.B. im Rahmen eines Einspruchs (BFH, Urteil vom 12.5.2015, Az. VIII R 14/13).

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