Private Veräußerungsgeschäfte

Besonderheiten bei selbstgenutztem Wohnungseigentum

Die Veräußerung des selbstgenutzten Wohneigentums wird nicht versteuert, wenn eine der beiden folgenden Varianten zutrifft:

-                Der Eigentümer bewohnt die Immobilie in der Zeit zwischen Anschaffung bzw. Herstellung und Veräußerung ausschließlich selbst. Leerstände vor Beginn der Eigennutzung bzw. bis zum Verkauf sind unproblematisch.

-                Der Eigentümer bewohnt die Immobilie im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren selbst. Es muss sich dabei nicht um drei volle Kalenderjahre handeln.

Beispiel:

Jemand hat 2015 eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung erworben. Er zieht am 1.10.2017 aus beruflichen Gründen aus. Er lässt die Wohnung leer stehen und verkauft die Wohnung im Januar 2018.

Es liegt kein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft vor, wenn er bereits beim Auszug die Absicht hatte, die Wohnung zu veräußern, und diese Absicht auch dokumentieren kann, z.B. durch Beauftragung eines Maklers oder durch eigene Verkaufsinserate.

Beispiel:

Der Eigentümer hat seine Eigentumswohnung bis einschließlich November 2016 vermietet. Ab dem 1.12.2016 bewohnt er die Eigentumswohnung selbst. Er veräußert diese im Februar 2018 (notarieller Vertragsabschluss).

Es liegt kein steuerbares Spekulationsgeschäft vor.

(!) Der Eigentümer muss das Gebäude bzw. den selbstständigen Gebäudeteil oder die Eigentumswohnung allein, mit seinen Familienangehörigen oder seinem Lebensgefährten zu „eigenen Wohnzwecken“ nutzen. Es ist unschädlich, wenn Teile der Wohnung einem Dritten unentgeltlich überlassen werden, solange der Eigentümer selbst noch über eine vollständige Wohnung verfügt.

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