Gemeinnützige GmbH (1)

Steuerliche Vorteile und Risiken

Wer sich für das Gemeinwohl engagieren möchte, trifft mit der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) eine gute Wahl. Denn mit dieser Rechtsform sind nicht nur steuerliche Vorteile verbunden, sondern auch eine Begrenzung der Haftung auf das Vermögen der GmbH.

Die gGmbH ist keine gesellschaftsrechtliche Sonderform. Vielmehr sind die allgemeinen Regeln des GmbH-Rechts uneingeschränkt anwendbar. Die gGmbH ist die Bezeichnung einer GmbH, die nach den §§ 51 ff. Abgabenordnung als gemeinnützige Körperschaft anerkannt ist. Der Gesetzgeber honoriert die Gemeinnützigkeit u.a. mit der Befreiung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer. Allerdings stehen gemeinnützige Körperschaften seit geraumer Zeit im Visier der Finanzverwaltung. Diese schöpft recht schnell den Verdacht, ein gemeinnütziges Unternehmen könnte gegen eine der zahlreichen Regelungen der Gemeinnützigkeit verstoßen. Das kann zur Aberkennung dieses Status führen.

Mit Aberkennung der Gemeinnützigkeit gehen nicht nur die Körperschaft- und Gewerbesteuerbefreiung verloren; als Folge der Aberkennung der Gemeinnützigkeit fallen häufig auch staatliche Unterstützungszahlungen weg. Staatliche Zuschüsse sind oft fest eingeplant, beispielsweise um Mieten für Räumlichkeiten oder Angestellte zu bezahlen. Fallen derartige Zuschüsse weg, droht Insolvenz. Dieses Risiko wird noch dadurch verschärft, dass in der Vergangenheit gewährte Zuschüsse zurückverlangt werden können.

Schließlich darf eine gGmbH nach Verlust der Gemeinnützigkeit keine Spendenbescheinigung mehr ausstellen. Damit bleibt der GmbH eine weitere wichtige Quelle der Finanzierung verschlossen.

 

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