Gesellschafterdarlehen

Steuerliche Behandlung des Darlehensausfalls

Führt der Ausfall eines Gesellschafterdarlehens nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten der Beteiligung an einer GmbH, kann er im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen berücksichtigt werden, sofern das Darlehen in der Absicht gewährt wurde, positive Einkünfte zu erzielen (FG Düsseldorf, Urteil vom 28.1.2020).

Beispiel:

Die Eheleute AB gewährten der X-GmbH ein Darlehen und ein Jahr vor Löschung ein weiteres Darlehen. A war Alleingesellschafter und Geschäftsführer der X-GmbH. Die beiden Darlehen wurden nicht vollständig zurückgezahlt.

Das FG hat entschieden, dass der Verlust des ersten Darlehens zu negativen Einkünften des A aus Kapitalvermögen führt und der Ausfall des späteren Darlehens den Auflösungsverlust des A erhöht.

Seit Einführung der Abgeltungsteuer führt der endgültige Ausfall einer Kapitalforderung zu einem steuerlich zu berücksichtigenden Verlust. Da das spätere Darlehen in der Krise gewährt wurde, führt dessen Ausfall nicht zu negativen Kapitaleinkünften, sondern zu einer Erhöhung des Auflösungsverlusts im Sinne von § 17 Abs. 2 EStG (jetzt ausdrücklich so geregelt in § 17 Abs. 2a Nr. 2 EStG).

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.