Elektromobilität

BMF-Schreiben zur steuerlichen Förderung

Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr vom 7.11.2016 wurden vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das elektrische Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers von der Einkommensteuer befreit. Mit Schreiben vom 29.9.2020 hat das BMF hierzu ausführlich Stellung genommen. Hier die wichtigsten Regelungen:

- Begünstigt ist das Aufladen sowohl privater Elektrofahrzeuge oder Hybridelektrofahrzeuge des Arbeitnehmers als auch betrieblicher Fahrzeuge des Arbeitgebers, die dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung überlassen werden (Dienstwagen).

- Wird der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung eines Dienstwagens nach der 1-Prozent-Regelung ermittelt, ist der geldwerte Vorteil für den vom Arbeitgeber verbilligt oder unentgeltlich gestellten Ladestrom bereits abgegolten.

- Begünstigt ist das Aufladen an jeder ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens.

- Die Steuerbefreiung gilt nicht für Geschäftsfreunde, deren Arbeitnehmer und Kunden.

- Bei privaten Elektrofahrzeugen des Arbeitnehmers stellt die Erstattung der vom Arbeitnehmer selbst getragenen Stromkosten durch den Arbeitgeber einen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Dabei können zur Anrechnung von selbst getragenen individuellen Kosten des Arbeitnehmers folgende monatlichen Pauschalen zugrunde gelegt werden:

a) Mit zusätzlicher Lademöglichkeit beim Arbeitgeber:
30 Euro für Elektrofahrzeuge und 15 Euro für Hybridelektrofahrzeuge.

b) Ohne Lademöglichkeit beim Arbeitgeber:
70 Euro für Elektrofahrzeuge und 35 Euro für Hybridelektrofahrzeuge.

Dies gilt vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2030.

- Übereignet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt eine Ladevorrichtung, kann er die Lohnsteuer pauschal mit 25 Prozent erheben. Als Bemessungsgrundlage kann der Arbeitgeber die Aufwendungen für den Erwerb zugrunde legen.

- Trägt der Arbeitnehmer die Aufwendungen für den Erwerb einer privaten Ladevorrichtung selbst, kann der Arbeitgeber diese Aufwendungen bezuschussen oder ganz übernehmen und die Lohnsteuer pauschal mit 25 Prozent erheben.

- Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die steuerfreien Vorteile im Lohnkonto des Arbeitnehmers aufzuzeichnen. Erhebt der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal mit 25 Prozent, muss der Arbeitgeber die Aufwendungen für den Erwerb der Ladestation, die Zuschüsse und die bezuschussten Aufwendungen des Arbeitnehmers nachweisen. Er hat diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren.

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