Solidaritätszuschlag

Alle GmbHs müssen ihn weiterhin zahlen

Der Bundestag hat am 14.11.2019 beschlossen, den Solidaritätszuschlag (kurz: Soli) für ca. 90 Prozent aller Steuerzahler ab 2021 abzuschaffen. Alleinstehende Geschäftsführer zahlen keinen Soli mehr, wenn ihr Bruttolohn unter 73.000 Euro im Jahr liegt. Liegt das Gehalt darüber, wird der Soli stufenweise abgebaut. So zahlt ein Geschäftsführer mit einem monatlichen Bruttolohn von 7.500 Euro derzeit einen Soli von 110 Euro; dieser sinkt in 2021 auf 71 Euro. Ab 9.500 Euro monatlich bleibt der Soli so hoch wie bisher.

88 Prozent aller Einzelunternehmen und Gesellschafter einer Personengesellschaft (z.B. Gesellschaft bürgerlichen Rechts, OHG, KG) werden ebenfalls vollständig vom Soli entlastet. 6,8 Prozent werden nur teilweise entlastet und 5,2 Prozent gar nicht. Vollkommen leer gehen alle Kapitalgesellschaften – und damit alle GmbHs – aus. Der Solizuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer bleibt unverändert bestehen.

Namhafte Wirtschaftsverbände und der Bund der Steuerzahler haben bereits angekündigt, gegen die selektive Beibehaltung des Soli für Gutverdiener und Kapitalgesellschaften Verfassungsbeschwerde einzulegen. Es ist nicht auszuschließen, dass viele der derzeit 1,2 Mio. GmbHs in Deutschland mit ihrem Einspruch gegen den Körperschaftsteuerbescheid für das Jahr 2021 die Finanzämter beschäftigen werden.

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