GmbH-Insolvenz

Schadenersatzanspruch des Geschäftsführers nach Sonderkündigung durch den Insolvenzverwalter

Der Insolvenzverwalter einer GmbH wird regelmäßig den Anstellungsvertrag mit dem Geschäftsführer zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Entsteht diesem dadurch ein Schaden, weil künftige Vergütungen wegfallen, stellt sich die Frage, wie dieser Schaden zu berechnen ist. Mit dieser Frage beschäftigte sich das Urteil des OLG Celle vom 24.10.2018.

Gemäß § 113 Satz 1 InsO kann der Insolvenzverwalter ein Dienstverhältnis ohne Rücksicht auf eine vereinbarte Vertragsdauer kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Monatsende, wenn nicht eine kürzere Frist maßgebend ist (Satz 2). Kündigt der Insolvenzverwalter, so kann der andere Teil wegen der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses als Insolvenzgläubiger Schadenersatz verlangen (Satz 3). Aus diesem Grund kann der Geschäftsführer einer GmbH, dessen noch für gut zwei Jahre nicht ordentlich kündbar laufender Anstellungsvertrag durch den Insolvenzverwalter gekündigt wird, seinen Ersatzanspruch für die restliche Vertragslaufzeit ungekürzt zur Tabelle feststellen lassen.

 

 

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