Geringwertige Wirtschaftsgüter

Steuerliche Absetzbarkeit

Wenn eine GmbH geringwertige Wirtschaftsgüter, die ohnehin benötigt werden, noch vor dem Jahreswechsel anschafft, können diese sofort zu 100 Prozent abgeschrieben werden. Bei der Anschaffung von geringwertigen Wirtschaftsgütern ab 2018 besteht ein Wahlrecht, sodass die GmbH zwischen den folgenden drei Varianten wählen kann:

Variante 1

Die GmbH kann selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die sie 2018 angeschafft oder hergestellt hat und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten

–   nicht mehr als 250 Euro betragen haben, sofort im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zu 100 Prozent abschreiben,

–   mehr als 250 Euro und nicht mehr als 1.000 Euro betragen haben, in einen Sammelposten einstellen, der gleichmäßig auf fünf Jahre verteilt werden muss (Poolabschreibung).

Variante 2

Die GmbH kann anstelle der ersten Variante selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sofort im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zu 100 Prozent abschreiben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut nicht mehr als 800 Euro netto betragen haben. Bei dieser Variante entfällt die Möglichkeit, Wirtschaftsgüter bis 1.000 Euro gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten einzustellen.

Variante 3

Wählt die GmbH die zweite Variante, hat sie auch die Möglichkeit, einzelne geringwertige Wirtschaftsgüter über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Dieses Wahlrecht kann sie für jedes einzelne Wirtschaftsgut in Anspruch nehmen. Diese Möglichkeit besteht nicht bei der ersten Variante, wenn es sich um Wirtschaftsgüter handelt, die ansonsten in den Sammelposten eingestellt werden müssten.

Konsequenz: Die Varianten 1 und 2 schließen sich gegenseitig aus. Wer die zweite Variante wählt, kann für jedes Wirtschaftsgut entscheiden, ob er es über die individuelle Nutzungsdauer abschreibt (wirtschaftsgutbezogenes Wahlrecht). Die GmbH muss sich spätestens beim Jahresabschluss für eine der Varianten entscheiden. Die Wahl zwischen der Variante 1 und 2 gilt jeweils für ein Wirtschaftsjahr, d.h. über Anschaffungen im nächsten Jahr kann wieder neu entschieden werden.

Aufzeichnungspflicht: Liegen die Anschaffungskosten über 250 Euro, müssen die Wirtschaftsgüter in der Buchführung einzeln aufgezeichnet und der Tag der Anschaffung, Herstellung oder Einlage angegeben werden.

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