GmbH als Vermieterin von Wohnraum an ihren Gesellschafter-Geschäftsführer

Vorsicht ist geboten

Vermietet eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer Wohnraum, so ist Vorsicht geboten. Während die Fremdvermietung einer Wohnung zur ortsüblichen Miete bei allen anderen Steuerpflichtigen problemlos anerkannt wird, kann sie bei der GmbH und ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führen.

Der BFH geht davon aus, dass eine GmbH Wohnraum nur vermietet, wenn sie sämtliche Aufwendungen für die Wohnsubstanz plus einen Gewinnzuschlag erstattet erhält. Das Finanzamt setzt also als Maßstab die Kostenmiete, nicht die ortsübliche Miete an. Die allgemeinen Grundsätze für die steuerliche Anerkennung von privaten Vermietungseinkünften gelten nicht für die GmbH bei Vermietung an Gesellschafter oder nahestehende Personen.

Ein Fall, der kürzlich vom Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg entschieden wurde, zeigt, wie gravierend die Folgen sein können. Die monatliche (ortsübliche) Miete betrug 4.900 Euro, während die Kostenmiete 9.000 Euro betrug. Das FG sah darin eine verbilligte Überlassung und setzte die Differenz zwischen tatsächlicher Mietzahlung und Kostenmiete als verdeckte Gewinnausschüttung an.

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