Gewinntantieme eines Gesellschafter-Geschäftsführers

Wann ist sie angemessen?

Die Gewinntantieme ist ein beliebtes Gehalts-Extra für GmbH-Geschäftsführer und entsprechend weit verbreitet. Ist der Geschäftsführer zugleich Gesellschafter, droht allerdings das Verbot des Betriebsausgabenabzugs insoweit, wie die Tantieme unangemessen hoch ist.

Für die Beurteilung der Angemessenheit der Gesamtvergütung und der Gewinntantieme eines beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers sind nach dem Beschluss des Finanzgerichts Hamburg vom 29.11.2016 die Verhältnisse zum Zeitpunkt der jeweiligen (Tantieme-)Vereinbarung maßgebend. Eine zeitliche oder betragsmäßige Deckelung der Gewinntantieme ist nur dann erforderlich, wenn in diesem Zeitpunkt ernsthaft mit einem sprunghaften Anstieg des Gewinns der GmbH zu rechnen ist.

In die Bemessungsgrundlage für eine Tantieme fließen auch Gewinne aus der Veräußerung des Anlagevermögens der GmbH ein. Als Bemessungsgrundlage und zur Prüfung, ob die Tantieme mehr als 50 Prozent des Jahresgewinns ausmacht – und damit nach ständiger BFH-Rechtsprechung unangemessen ist –, ist auf den steuerlichen Gewinn vor Abzug der Steuern und der Tantieme abzustellen.

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